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15.03. Piano Bar – Folge 51: Wolfgang Amadeus Mozart

AUSVERKAUFT

Wolfgang Amadeus Mozart gilt bis heute für viele Menschen als der genialste Komponist aller Zeiten. Er konnte einfach alles in Töne verwandeln: Freude und Trauer, Komödie und Tragödie.

Ein Wunderkind namens „Wolferl“

Am 27. Januar 1756 wird Wolfgang Amadeus Mozart im „Hagenauer Haus“ (Getreidegasse 9) in Salzburg geboren. Von den sieben Kindern des „Hochfürstlichen Salzburgischen Kammermusikers“ Leopold Mozart und Anna Maria Pertl überlebt nur ein weiteres: Mozarts ältere Schwester Maria Anna, genannt „Nannerl“. Beide Kinder sind musikalisch äußerst begabt, weshalb der Vater seine eigene Karriere zurückstellt.

Die Reisen des jungen Mozarts
Ab 1762 präsentiert der ehrgeizige Vater seine talentierten Kinder an den Fürstenhöfen Europas. Mit gerade einmal sechs Jahren geht der kleine Mozart auf große Reisen durch Westeuropa – von Deutschland, Belgien und Frankreich bis nach London. In Italien soll er sein musikalisches Können weiterentwickeln.

Die Salzburger Jahre
Seine Jugend verbringt Mozart als unbesoldeter, ab 1772 besoldeter Konzertmeister der Salzburger Hofmusik. Die vergebliche Suche nach anderer Anstellung führt ihn nach Italien, Wien und München. Im Herbst 1773 übersiedelt die Familie ins Haus am Hannibalplatz, das Mozart-Wohnhaus am heutigen Makartplatz 8.

Bruch mit dem Salzburger Erzbischof
Der Regierungswechsel 1772 in Salzburg lässt Mozart ein geregelteres Leben führen. Unter Fürsterzbischof Hieronymus Graf Colloredo tritt er 1779 als Hoforganist wieder in den Hofdienst ein. Nach der Uraufführung des „Idomeneo“ Anfang Juni 1781 in München überwirft sich Mozart mit dem Erzbischof.

Umzug nach Wien und Familiengründung
In Wien versucht er sich als freischaffender Künstler, Opernkomponist und Lehrer. Am 4. August 1782 heiratet er gegen den Willen seines Vaters Constanze Weber. Gemeinsam reist das Ehepaar nach Salzburg und Prag. Von den sechs Kindern überleben nur Karl Thomas und Franz Xaver Wolfgang das Kindesalter.

Mozarts früher Tod
Einer der letzten Opernerfolge ist die am 6. September 1791 in Prag uraufgeführte Krönungsoper „La Clemenza di Tito“ (KV 621). Kurz nach der Uraufführung der „Zauberflöte“ (KV 620) im Freihaustheater in Wien erkrankt Mozart. Er stirbt am 5. Dezember 1791 im Alter von 35 Jahren in Wien an „hitzigem Frieselfieber“. Sein „Requiem“ (KV 626) bleibt unvollendet.

Das Theatercafé öffnet um 10:00 Uhr, die Piano Bar beginnt um 11:00 Uhr. 

16.02. Piano Bar – Folge 50: Johann Sebastian Bach

AUSVERKAUFT

Johann Sebastian Bach gehört zu den kreativsten Komponisten der vergangenen Jahrhunderte. Sein Werk umfasst 1126 Kantaten, Präludien, Messen und Choräle – Fragmente und verschollene Musikstücke nicht mitgerechnet.

Von dem Menschen Bach ist allerdings kaum etwas bekannt, da nur wenige Briefe und persönliche Notizen von ihm erhalten geblieben sind.

Als er starb, hatten ihn seine Söhne als berühmte Komponisten ihrer Zeit überflügelt. Heute ist sich die Musikwelt jedoch einig: Es gibt ein Synonym für zeitlose Weltspitze. Und das ist "Johann Sebastian Bach".

Wer heute in seinem Lebenslauf "Eisenach, Ohrdruf, Arnstadt, Weimar, Köthen, Leipzig" als Lebens- und Ausbildungsstationen angäbe, dem nähme man keine Musikerkarriere von Weltgeltung ab, keine Erfahrung mit den Arbeitsmethoden verschiedener Länder, kein Horchen am Puls der Zeit, keine internationale Vernetzung mit den wichtigsten Künstlern. Und doch hat Johann Sebastian Bach ein musikalisches Erbe hinterlassen, das in seiner Fülle überwältigt. Über 1.000 Werke sind erhalten, viele weitere verschollen. Es ist nicht die schiere Masse, sondern der kompositorische Reichtum, der - aus heutiger Sicht - seine Komponistenkollegen überstrahlt. Bach gelang es, bestehende Stile und Kompositionsweisen zu vervollkommnen, höchsten technischen Anspruch mit höchstem Ausdruck zu vereinen. Er zieht ein Resümee der Barockmusik und stellt galant die Weichen für kommende Komponistengenerationen, künstlerisch wie familiär: Ohne seine Söhne, die ihm bald in der Publikumsgunst den Rang abliefen, wäre auch der Weg zu Haydn und Mozart ein anderer gewesen.

Das Theatercafé öffnet um 10:00 Uhr, die Piano Bar beginnt um 11:00 Uhr. 

26.01. Piano Bar–EXTRA: ALLES IST MUSIK

Die Piano Bar mit Bastian Hahn startet im neuen Jahr mit einer Extra-Ausgabe im Theatersaal!

„Ohne Musik wäre alles Leben ein Irrtum.“ (Friedrich Nietzsche)

Musik bringt Menschen zusammen, schafft Beziehungen und verleiht ihnen Bedeutung – Auf Bastian Hahns Reisen durch die musikalischen Kulturen der Welt ging es in der Piano Bar stets auch darum, die gesellschaftliche Dimension der Musik hervorzuheben. In dieser Ausgabe präsentiert er die Macht der Musik als schöpferischen Akt, als sinnliches Vergnügen, als natürliches Phänomen und friedenstiftende Kraft.

Musik ist auch eine erstaunlich formale Weltsprache: In einer erdumspannenden Studie mit seltenen, kurzen Melodien haben Harvardforscher beispielsweise gezeigt: Schlaflieder und Tanzmusik erkennt man überall schnell – auch wenn sie von urtümlichen Völkern stammen. 

Das Beste in der Musik stehe nicht in den Noten, meinte der österreichische Komponist Gustav Mahler einmal. Vielleicht meinte er das, was Musik in uns auslöst, wie sie unsere Wahrnehmung ändert, unsere Gefühle anspricht und welche Fantasien bis hin zur Spiritualität sie auszulösen vermag. Musik als eigene, sehr spezielle Sprache also? Diese These ist uralt, mehr noch: Musik gilt vielen längst als eine Art Universalsprache, Musikalität funktioniert überall – aber überall auch anders. 

Lassen Sie sich überraschen ...

Das Theatercafé öffnet um 17:00 Uhr, die Piano Bar-EXTRA im Theatersaal beginnt um 18:00 Uhr. 

22.12. Piano Bar – Folge 48: IN EXCELSIS DEO – Weihnacht im Vatikan

Bastian Hahn verwandelt zwei Tage vor Weihnachten das Theatercafé zur Sixtinischen Kapelle und stimmt mit seinen Gästen liturgische Gesänge an.

Der römische Musikjournalist Franco Soda schrieb über den Chor der sixtinischen Kapelle:
„Wenn man berücksichtigt, dass es bereits der Heilige und Papst Gregor der Große war, im sechsten Jahrhundert, der päpstliche Zeremonien von einem Knabenchor begleitet ließ, dann kann man sagen, dass dies der älteste Chor der Welt ist.“ 

Papst Benedikt der 16. dankte dem Chor mit folgenden Worten: "In der Nacht der Geburt des Erlösers haben die Engel den Hirten die Geburt Christi mit den Worten angekündigt: »Gloria in excelsis Deo et in terra pax hominibus«. Die Tradition überliefert uns seit jeher, daß die Engel nicht einfach gesprochen haben, wie das die Menschen tun, sondern, daß sie gesungen haben und daß es ein Gesang von himmlischer Schönheit war, der die Herrlichkeit des Himmels enthüllt. Die Tradition ist außerdem davon überzeugt, daß die Stimmen der Knabenchöre den Engelgesang widerhallen lassen. Es ist wahr, daß wir beim Gesang der »Cappella Sistina«, bei den großen Liturgien, die Gegenwart der himmlischen Liturgie spüren können, ein wenig von der Schönheit, mit der uns der Herr seine Freude vermitteln will.

Tatsächlich bedarf das Lob Gottes des Gesangs. Deshalb hören wir erneut im ganzen Alten Testament – mit Mose und David – bis zum Neuen Testament – in der Offenbarung – die Gesänge der himmlischen Liturgie, die uns eine Lehre erteilt für unsere Liturgie in der Kirche Gottes. Deshalb ist euer Beitrag für die Liturgie äußerst wichtig: Er ist nicht als nebensächliche Verschönerung anzusehen, denn die Liturgie als solche verlangt nach dieser Schönheit, sie bedarf des Lobgesangs an Gott, um den Teilnehmern Freude zu bringen.“

DEN TEILNEHMERN FREUDE BRINGEN – In diesem Sinne lädt Bastian Hahn Sie ein zu einem Sonntagvormittag mit Chorgesang und musikalischen Anekdoten aus dem Vatikan!

Das Theatercafé öffnet um 10:00 Uhr, die Piano Bar beginnt um 11:00 Uhr. 

24.11. Piano Bar – Folge 47: Misa Criolla

EINE MESSE FÜR DIE GANZE WELT

Anfang der 50er-Jahre war der argentinische Pianist und Komponist Ariel Ramirez durch das Nachkriegseuropa gereist und von der Begegnung mit zwei deutschen Nonnen, die während der Nazizeit KZ-Häftlinge heimlich mit Essen versorgt hatten, besonders beeindruckt. Die „Misa Criolla“ sollte ein Dank an all jene Menschen sein, die den jungen Musiker während seiner europäischen Wanderjahre unterstützt hatten.

„Ich nahm mir vor, ein religiöses Werk zu komponieren, das die Hoffnung der Menschheit auf eine bessere Welt ausdrücken sollte“ – nicht weniger als das beabsichtigte Ramirez mit seiner 1964 in Buenos Aires erstmals aufgenommenen „Misa Criolla“. In der „Kreolischen Messe“ wurden die liturgischen Elemente in spanischer Sprache gesungen – nicht mehr auf Latein. Das Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus und Agnus Dei bekamen jeweils einen anderen Rhythmus südamerikanischer Folkloremusik. Die erste Einspielung, an der u.a. Ariel Ramirez selbst und der Charango-Musiker Jaime Torres teilnahmen, wurde ein riesiger Verkaufserfolg. 1967 erlebte die „Misa Criolla“ ihre Europapremiere in der Stuttgarter Liederhalle, gefolgt von einer Tournee durch Deutschland, Frankreich und Holland.

Damals trat das geistliche Werk, das in bewegender Weise Freude, Trauer und religiöse Anbetung ausdrückt, seinen internationalen Siegeszug an. Aufgenommen haben die „Misa Criolla“ so berühmte Sänger wie Mercedes Sosa und José Carreras. Bis heute singen Chöre und Solisten in der ganzen Welt die Messe.

Neben der Geschichte des Werkes wirft Bastian Hahn auch einen Blick auf dessen Einfluss auf die Entwicklung der geistlichen Musik Südamerikas.

Freuen Sie sich auf einen Sonntagvormittag mit Chorgesang!

Das Theatercafé öffnet um 10:00 Uhr, die Piano Bar beginnt um 11:00 Uhr. 

20.10. Piano Bar – Folge 46: Gospel

Bei dem anregenden Musikworkshop zum Sonntagsfrühstück stellt Bastian Hahn diesmal eine weitere, die Musikwelt prägende Musikrichtung mit afro-amerikanischen Wurzeln vor: Den Gospel.

Der Ursprung der Gospel-Musik liegt im Spiritual. Diese Form der Musik entstand aus den Gesängen der afrikanischen Sklaven, die auf den Baumwollplantagen für ihre weißen Herren hart arbeiten mussten. In ihre alten afrikanischen Gesangstraditionen flochten sie Elemente und Texte biblischen Glaubens ein, den sie auf dem neuen Kontinent kennen lernten. Einige hundert davon sind bis heute überliefert.

Gospel-Musik gibt es seit etwa 1870, dem Jahr der offiziellen Abschaffung der Sklaverei in den USA. Im Gegensatz zum Spiritual, welches mündlich überliefert wurde, sind die Komponisten des Gospel bekannt. Der „Vater der Gospel Musik“ ist Thomas A. Dorsey (1899-1993). Er beeinflusste nicht nur Gospel-Sänger, sondern auch viele Blue -, Soul- und Jazz-Musiker. Von ihm stammen Gospel-Klassiker wie „There’ll be Peace in the Valley“ oder „Take my Hand, precious Lord“, die später auch durch die Interpretationen von weißen Musikern wie Elvis Presley berühmt wurden.

Freuen Sie sich auf einen Sonntagvormittag mit viel Gelegenheit zum Mitsingen!

Das Theatercafé öffnet um 10:00 Uhr, die Piano Bar beginnt um 11:00 Uhr. 

22.09. Piano Bar – Folge 45: STAX - Die Wiege des Soul

Bei dem anregenden Musikworkshop zum Sonntagsfrühstück mit Bastian Hahn geht es nach dem Jazz-Label Blue Note, dem Motown-Sound, Funk und Hip-Hop  diesmal um einen weiteren Meilenstein populärer schwarzer Musik: Die Geschichte des STAX-Labels.

Die Liste der Künstler, die bei Stax veröffentlichten, liest sich wie ein „Who is Who“ des Soul: Otis Redding, Sam & Dave, Isaac Hayes, Booker T. & The MGs, Eddie Floyd, Carla und Rufus Thomas …

Die Träume einer neuen Gesellschaft, das Ende aller Hoffnungen, manchmal materialisiert sich das alles an einem Ort. In dieser Geschichte ist es das Lorraine-Motel in Memphis, zur Zeit der Rassentrennung eine der wenigen Unterkünfte im Süden der USA für Afroamerikaner. Anfang der Sechziger saßen hier schwarze und weiße Musiker der Plattenfirma Stax am Pool und schrieben gemeinsam Songs; 1968 wurde hier der Bürgerrechtler Martin Luther King Jr. ermordet.

 Stax Records, das ist die Wiege des Soul, aber auch das Label, anhand dessen sich der lange schmerzhafte Kampf gegen die Rassentrennung am deutlichsten nachzeichnen lässt.

Die Geschichte beginnt Ende der Fünfziger in einem abgewrackten Kino in einem schwarzen Viertel von Memphis, das der weiße Country-Fan und frustrierte Bankangestellte Jim Stewart mit seiner Schwester Estelle Axton zu einem Studio umbaut. Wo vorher Popcorn verkauft worden war, richteten sie einen kleinen Plattenladen ein, der durch die vor die Tür gestellten Lautsprecher zum Hangout für junge Schwarze wird.

Der Blues-Historiker Robert Gordon erklärt: "Viele der Kids waren Musiker, Estelle wurde Vermittlerin zwischen den Kids und dem Studio im hinteren Gebäudeteil." Wo zuerst Country und Rockabilly gespielt wurde, erklang nun Rhythm'n'Blues, Hautfarbe war bei den Musikern kein Kriterium. Die erste Hit-Band von Stax waren die Mar-Keys, ein Ensemble aus schwarzen und weißen Musikern, das mit dem um ein sensationelles Boogie-Riff herumgebauten "Last Night" die Verkaufskategorien des bis dahin als "Race Music" vermarkteten Rhythm'n'Blues durcheinanderwirbelten."

Das Theatercafé öffnet um 10:00 Uhr, die Piano Bar beginnt um 11:00 Uhr. 

18.08. Piano Bar – Folge 44: Hip-Hop

Bei dem anregenden Musikworkshop zum Sonntagsfrühstück mit Bastian Hahn geht es nach dem Jazz-Label Blue Note, dem Motown-Sound und dem Funk diesmal um einen Stil der modernen Popgeschichte, der das Sampling zu einem wesentlichen Bestandteil der Musik : HIP-HOP.

Was ist Hip-Hop? Das Wort kann viele Dinge für verschiedene Menschen bedeuten. Für einige ist es ein Lebensstil, für andere  einfach eine Musikrichtung- verehrt von den einen und abgelehnt von den anderen. Eines ist sicher: Hip-Hop hat eine lange Geschichte, aber wo genau liegt sein Ursprung?

Die Wurzeln des Hip-Hop liegen in den 70er Jahren in New York, genauer in den afroamerikanischen Teilen der Bronx und Brooklyns. Jamaicanische DJs benutzten erstmals Turntables, um Musik zu machen, bei der einzelne Stücke aus verschiedenen Platten zusammengemixt wurden. Sie kreierten einen eigenen, speziellen Rhythmus mit diesen "Beats" und verfassten hierzu Texte. Dieser Sound wurde die wesentliche Grundlage für die heutige Hip-Hop und Rap Musik.

Das Theatercafé öffnet um 10:00 Uhr, die Piano Bar beginnt um 11:00 Uhr. 

09.06. Piano Bar – Folge 43: Get funky

Bei dem anregenden Musikworkshop zum Sonntagsfrühstück mit Bastian Hahn geht es diesmal um einen der prägendsten Stile der modernen Musikgeschichte : FUNK.

Als Anfang der 60er James Brown sein Album "Live at the Apollo" veröffentlichte, ahnte wohl nicht einmal der Godfather of Soul selbst, dass dies der Grundstein für eine Revolution sein würde. Die Ursprünge der Funk Musik liegen allerdings noch etwas weiter zurück. Bastian Hahn wird mit Ihnen also erstmal noch weiter in die Vergangenheit reisen...

Die frühen Anfänge des Funk lassen sich in New Orleans, der Geburtsstadt des Jazz, festmachen. Musiker wie Fats Domino und Henry Roeland „Roy“ Byrd (besser bekannt als: „Professor Longhair“) experimentieren bereits Ende der 40er Jahre mit musikalischen Stilmitteln und Spieltechniken, die später den typischen Charakter der Funk Musik ausmachen sollten.

In den 50er Jahren etablierte sich durch die geschickte Kombination von Rock’n Roll und R&B Elementen die Soul Musik als direkter Vorläufer des Funk. Prominente Vertreter dieser Entwicklung sind Ray Charles, Sam Cooke und James Brown.

1959 wurde Motown Records gegründet, das bis heute wohl bekannteste Label für Soul und Funk Musik. Die Labels Motown und Stax verhalfen dem Soul in dem folgenden Jahrzehnt zu einem kometenhaften Aufstieg.

Im Verlauf der späten 50er Jahre entfernte sich der "Godfather des Soul", James Brown, immer mehr von den klassischen R&B / Soul Klängen.

Experimente mit verkürzten (synkopierten) Rhythmen und deplatzierten Off-Beat Noten (Off-Beat = Betonung liegt nicht mehr auf dem Takt, sondern auf dem “and” zwischen den Takten) und die Kombination mit der Blues Tonleiter führten zur Geburt eines neuen Musikstils, den James Brown fortan als „Funk“ bezeichnete. Mit dem Album “James Brown Live at the Apollo” erschien 1963 das erste Funk Album, welches weltweit die Charts stürmte.

Ende der 60er schaffe der Funk mit „Sly and the Family Stone“ schliesslich den Durchbruch in den Pop-Mainstream.

Das Theatercafé öffnet um 10:00 Uhr, die Piano Bar beginnt um 11:00 Uhr. 

05.05. Piano Bar – Folge 42: Motown

Bei dem anregenden Musikworkshop zum Sonntagsfrühstück mit Bastian Hahn geht es diesmal um die  Geschichte des kommerziell erfolgreichsten Labels in der Musikgeschichte: Motown Records.

Hits, Hits, Hits: 1959 startete das Plattenlabel Motown von Detroit aus eine Pop-Revolution. Mit schwarzem Soul für weiße Hörer machten Motown-Stars wie Diana Ross, die Jackson Five oder Stevie Wonder das Label zur Legende.

Eine laue Septembernacht in Detroit 1960. Aus den Autofabriken, die das Bild der Stadt dominieren, dringt das monotone Stampfen der Maschinen - der Sound der "Motor City". Doch in dieser Nacht mischen sich noch ganz andere Töne darunter, für die Detroit bald ebenso berühmt sein wird: Aus einem kleinen Gebäude am West Grand Boulevard erklingt ein neuer Beat, der den Kosmos der Popmusik verändern wird.

Es ist das Haus von Berry Gordy. Im Erdgeschoss liegt das Studio seiner neugegründeten Plattenfirma, im ersten Stock schläft die Familie. Sänger Smokey Robinson und seine Band The Miracles sehen um 4 Uhr früh nicht so aus, als würden sie ausgerechnet hier und heute Welthits einspielen. Doch Label-Chef Gordy kennt kein Pardon. Dem bereits produzierten Track "Shop Around" fehle der nötige Kick, doziert Gordy. So schaffe er es nie an die Spitze der Charts.

Also legen die vier schwarzen Musiker wieder los, spielen eine neue Version ein. Smokey Robinson legt mit seiner Combo einen inbrünstigen, mehrstimmigen Harmoniegesang über den pulsierenden Bass, dazu treibt das Schlagzeug mit Dampf den Song voran. Das ist Soul, ein Beat, der jeden zum Tanzen verführt. Als die Musiker endlich ihre Instrumente einpacken, scheint draußen längst die Sonne.

Die nächtliche Session hat sich gelohnt: Sie wird die Geburtsstunde eines der erfolgreichsten Plattenlabels der Musikgeschichte: Motown. "Shop Around" stürmt am 16. Januar 1961 die Spitze der amerikanischen R&B-Charts und Platz zwei der Billboard-Hot-100-Charts. Viel wichtiger für Geschäftsmann Gordy: Die Platte verkauft sich mehr als eine Million Mal.

Das Theatercafé öffnet um 10:00 Uhr, die Piano Bar beginnt um 11:00 Uhr. 

14.04. Piano Bar – Folge 41: It must schwing""

Bei dem anregenden Musikworkshop zum Sonntagsfrühstück mit Bastian Hahn geht es diesmal um die  Geschichte des bedeutendsten Labels in der Geschichte des Jazz: Blue Note Records.

1939 gründeten Alfred Lion und Francis Wolff, zwei junge Emigranten aus Berlin, in New York das legendäre Jazz-Label Blue Note Records. Es konzentrierte sich ausschließlich auf amerikanische Jazzmusik und entwickelte einen unverwechselbaren Aufnahmestil und Sound. Blue Note Records entdeckte und produzierte eine beeindruckende Liga von Weltstars der Jazz-Musik. Darunter Künstler wie Miles Davis, Herbie Hancock, John Coltrane, Sonny Rollins, Wayne Shorter, Thelonious Monk und Quincy Jones.

Anläßlich des 80. Geburtstages von Blue Note Records gibt die 41. Folge von Bastian Hahns PIANO BAR musikalische und geschichtliche Einblicke in die Anfangsjahre dieser bis dato einmaligen Verbindung von Künstlern, Förderern und Produzenten, die die Welt moderner Musik - nicht nur des Jazz - nachhaltig veränderte.
Während afro-amerikanische Künstler in den USA unter Diskriminierung und Ausgrenzung litten, sahen die Deutschen Alfred Lion und Frank Wolff in den von ihnen engagierten Musikern bewundernswerte, ungemein talentierte Menschen. In einer Zeit, in der afro-amerikanische Musiker in den USA immer noch unter Diskriminierung und Ausgrenzung litten, wurden sie bei Blue Note Records als gleichberechtigte Künstler respektiert. Hier wertschätzte man nicht nur ihre Begabung, sondern gab ihnen eine dringend benötigte Plattform. Der wunderbare Dokumentationsfilm "It Must Schwing!“ des mehrfachen Grimme-Preisträgers Eric Friedler erzählt hierzu die bewegende Geschichte von zwei Freunden, die verbunden waren durch ihre leidenschaftliche Liebe zur Jazz-Musik und den tiefen Glauben an menschliche und künstlerische Freiheit.

Das Theatercafé öffnet um 10:00 Uhr, die Piano Bar beginnt um 11:00 Uhr. 

24.03. Piano Bar – Folge 40: Auf hoher See""

Bei dem anregenden Musikworkshop zum Sonntagsfrühstück mit Bastian Hahn geht es diesmal um die Entwicklung und Geschichte der Shantys.

Shantys waren dem Ursprung nach Arbeitslieder zur Zeit der Großsegler. Man sang sie auf den Handels- und Fischfangschiffen, zur Unterstützung und Koordination körperlich anspruchsvoller Arbeiten, die nur in gemeinsamer Kraftanstrengung erledigt werden konnten, wie Anker hieven, Segel setzen, Segel und Netze einholen, Taue durchholen, , die Arbeit an Winden und Pumpen, aber auch beim Be- und Entladen der Schiffe.

Da Großbritannien zur Blütezeit der Shantys im 19. Jahrhundert die führende Seefahrtnation war, sind viele der heute überlieferten Shantys in englischer Sprache. Es war allerdings meist kein reines Englisch. Da die Schiffsbesatzungen oft aus unterschiedlichen Ländern stammten, war es eher ein Sprachgemisch, das sogenannte "Pidgin-Englisch". Nicht das Singen stand im Vordergrund, sondern die Tätigkeit.

Zur Zeit der frachtfahrenden Großsegler klangen Shantys anders als heute. Die ersten Berichte über Shantys sprechen von „wilden Schreien“ auf Deck der Segelschiffe. Und den heute üblichen Einsatz von Instrumenten gab es nicht. Allein die Stimmen von Shantyman und Mannschaft waren zu hören. Lediglich bei ruhigeren Arbeiten sowie in der abendlichen Freizeit kam es gelegentlich zum Einsatz von Mundharmonika, Fidel oder Banjo.

Mit Beginn der Industriellen Revolution wurden schnellere Schiffe gebraucht. Dies führte letztlich dazu, dass die Shantys ihren praktischen Nutzen für die Seefahrt nach und nach verloren und nur noch in der Freizeit und zur Unterhaltung gesungen wurden.

Das Theatercafé öffnet um 10:00 Uhr, die Piano Bar beginnt um 11:00 Uhr. 

10.02. Piano Bar – Folge 39: Kaiser Wilhelm & die Spätromantik"

Bei dem anregenden Musikworkshop zum Sonntagsfrühstück mit Bastian Hahn geht es diesmal um die Entwicklung bürgerlicher klassischer Musik im wilhelminischen Deutschland.

Die Epoche der musikalischen Spätromantik mit ihren von Richard Wagners schwergewichtiger Musik beherrschten Dimensionen neigte sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts ihrem Ende entgegen. Auf der Suche nach Erneuerung der musikalischen Sprache wandten sich französische Komponisten wie Debussy, Ravel und Satie neuen impressionistischeren und dissonanteren Klangwelten zu. Mit ihren um die Jahrhundertwende entstandenen feinfühligen Werken setzten sie einflussreiche Gegenakzente.

Gleichzeitig erreichte die spätromantische Tradition im wilhelminischen Deutschland ihre Blüte mit Gustav Mahler, Max Reger und dem jungen Richard Strauss. In seinem Streben nach neuen musikalischen Ausdrucksmöglichkeiten erreichte Mahler mit der Hinzunahme von Frauen- und Knabenchören, Sopran- und Altssolostimmen, Hirtenglocken, Holzhammerschlägen, Gitarren und Mandolinen sowie durch die Erweiterung des Orchesters auf über 100 Musiker die tonalen Grenzen der 300-jährigen Musiktradition.

Auch Strauss' frühe Orchesterkompositionen "Macbeth" (1888), "Don Juan" (1889), "Till Eulenspiegel " (1895), "Also Sprach Zarathustra" (1896) und "Don Quixote" (1897), die im Gegensatz zu Mahlers subjektiven Klangorgien sich um klare Haltung und Geschichte bemühten, zeigten keine endgültige "Befreiung" von den Zwängen der Tonalität. Interessanterweise überschritt Strauss diese Grenze auch nicht nach der Erschaffung seiner Opern "Salome " (1905) und " Elektra" (1909); statt dessen erschuf er den "Rosenkavalier" (1911) - eine oftmals als Angst vor der Auseinandersetzung mit der dunklen Gegenwart, in der ein Operettenkaiser Großmachtspläne hegte, gewertete Flucht ins 18. Jahrhundert. 

Das Theatercafé öffnet um 10:00 Uhr, die Piano Bar beginnt um 11:00 Uhr. 

13.01. Piano Bar – Folge 38: "Brüder zur Sonne zur Freiheit"

Bei dem anregenden Musikworkshop zum Sonntagsfrühstück mit Bastian Hahn geht es diesmal um die Tradition der Arbeiterlieder - beginnend mit ihren Ursprüngen in den Blues-Gesängen der zur Zwangsarbeit verdammten Sklaven und Sträflinge.

Das Arbeiterlied bezeichnet heutzutage in erster Linie ein Gesangsstück aus der sozialistischen Arbeiterbewegung.

Mit dem Aufkommen des Marxismus im 19. Jahrhundert und der Gründung der 1. Internationale entstand die gleichnamige Hymne der Arbeiterbewegung. Auf dieser Tradition aufbauend, entstanden die klassischen Arbeiterlieder, die dann in den 1970er Jahren vor allem in Deutschland eine Renaissance erlebten.

Neben den deutschen Liedern von Bertolt Brecht oder aus dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus und den italienischen oder spanischen Faschismus sind es auch immer wieder Lieder der Befreiungsbewegungen der Dritten Welt, die bis heute  gesungen werden. 

Das Theatercafé öffnet um 10:00 Uhr, die Piano Bar beginnt um 11:00 Uhr. 

Piano Bar – mit Bastian Hahn

Bastian Hahn, Hausmusiker der BüchnerBühne, lädt am 09.12.  zur 37. Folge seiner PIANO BAR ein. 

Bei dem anregenden Musikworkshop zum Sonntagsfrühstück geht es diesmal um die Musik in den rumänischen Karpaten - insbesondere zur Weihnachtszeit.

Die Volksmusik Rumäniens wurde lange Zeit nur mündlich überliefert; schriftliche Aufzeichnungen existieren erst ab dem 15. Jahrhundert. Die traditionelle Musik ist vielfach von Einflüssen der Nachbarvölker (u. a. Bulgaren, Türken, Griechen oder Roma) geprägt und wird in ihrer instrumentalen Form überwiegend von Männern gespielt; Frauen übernehmen Begleitinstrumente und den Gesang.

Typisch ist die Doina, ein frei improvisiertes, getragenes Lied, auf das ein heiterer, tänzerischer Teil folgt. Durch die Sammeltätigkeit Bartóks wurde die traditionelle rumänische Musik über ihre Grenzen bekannt. Seit dem 19. Jahrhundert gab es eine starke westeuropäische Orientierung (besonders nach Frankreich und Deutschland); es entstand eine nationalrumänische Kunstmusik. 

In der waldreichen Maramuresch, hoch im Norden Rumäniens, haben die meisten Weihnachtsbräuche jedoch bis heute überdauert. Hier liegt auch das Hirtendorf Săcel. Die Kinder üben den halben Dezember für ein besonderes Theaterspiel, das sie zu Weihnachten aufführen: das "Herodesspiel". Es erzählt die Geschichte von Kaspar, Melchior und Balthasar, der drei Könige aus dem Morgenland, die auf der Suche nach dem Christkind sind und dabei auch zum römischen Stadthalter Herodes kommen. Ein Stern hat sie ins Heilige Land geführt, am Ende finden die drei orientalischen Könige in einem kleinen Stall in Bethlehem den Sohn Gottes und sie verbeugen sich vor ihm in Demut und schenken ihm Myrre, Weihrauch und Gold.

Am ersten Weihnachtstag ziehen die Kinder dann mit Liedern von Haus zu Haus. Diese Weihnachtslieder erzählen Legenden von einem Gott, der Gesicht und Gestalt bekommt. Er erscheint als gutmütiger, weißbärtiger Schafhirte mit Flöte, der auf seine Herde achtgibt, oder als Bettler, der an die Türen der Reichen klopft. 



Das Theatercafé öffnet um 10:00 Uhr, die Piano Bar  beginnt um 11:00 Uhr. 

Piano Bar – mit Bastian Hahn

Bastian Hahn, Hausmusiker der BüchnerBühne, lädt am 11.11.  zur 36. Folge seiner PIANO BAR ein. 

Bei dem anregenden Musikworkshop zum Sonntagsfrühstück geht es diesmal um die Wurzeln und und vielfachen Wirkungen des jüdischen KLEZMER.

"Jede Volksmusik ist schön, aber von der jüdischen muss ich sagen, sie ist einzigartig! Sie ist so facettenreich, kann fröhlich erscheinen und in Wirklichkeit tief tragisch sein. Fast immer ist es ein Lachen durch Tränen", so beschreibt Dmitrij Schostakowitsch den Klezmer. Das Wort setzt sich aus den Begriffen "kley" (Instrument) und "zemer" (Melodie) zusammen.

Die Wurzel des Klezmer liegt in den osteuropäischen "Schtetl", Kleinstädten mit hohem jüdischen Bevölkerungsanteil, die im Spätmittelalter entstanden sind, als die Aschkenazim vor Progromen und Vertreibungen aus den jüdischen Gemeinden Mitteleuropas nach Osten flohen, nach Weißrussland, Litauen, Rumänien, Moldawien, der Ukraine und Polen. Dabei nahmen sie nicht nur ihr Hab und Gut, sondern auch ihre Tradition mit: das Musizieren bei Hochzeiten und anderen Festen, den geistlichen Gesang in den Synagogen und ihre typische jiddische Sprache.

Aus diesen Quellen speist sich der Klezmer, der im 18. und 19. Jahrhundert entstand. In der neuen Heimat passten sich die jüdischen Musiker den Gegebenheiten an und integrierten Volkslieder und Tänze der verschiedenen osteuropäischen Kulturen in ihre Musik. Diese Offenheit, dieses "über den Tellerrand schauen" ist ein Merkmal des Klezmer und hat mit zum Überleben dieser Musik beigetragen. 



Das Theatercafé öffnet um 10:00 Uhr, die Piano Bar  beginnt um 11:00 Uhr. 

Piano Bar – mit Bastian Hahn

Bastian Hahn, Hausmusiker der BüchnerBühne, lädt am 21.10.  zur 35. Folge seiner PIANO BAR ein. 

Bei dem anregenden Musikworkshop zum Sonntagsfrühstück geht es diesmal um einen der bedeutendsten Köpfe der Musikgeschichte – den deutschen Komponisten, Pianisten und Dirigenten Johannes Brahms (1833-1897).

Seine Kompositionen werden vorwiegend der Hochromantik zugeordnet; durch die Einbeziehung barocker und klassischer Formen gehen sie aber weit über diese hinaus...

Robert Schumann schrieb bereits über den zwanzigjährigen Brahms:
„Und er ist gekommen, ein junges Blut, an dessen Wiege Grazien und Helden Wache hielten. Er heißt Johannes Brahms, kam von Hamburg, dort in dunkler Stille schaffend, aber von einem trefflichen und begeistert zutragenden Lehrer gebildet in schwierigen Setzungen der Kunst, mir kurz vorher von einem verehrten bekannten Meister empfohlen. Er trug, auch im Äußeren, alle Anzeichen an sich, die uns ankündigen: Das ist ein Berufener.“

Brahms’ Werk steht in einer gesamteuropäischen Musiktradition. Nicht nur Beethoven und die Komponisten der frühen Romantik wie Schumann hatten Einfluss auf seine Musik, sondern auch Bach, Händel und Palestrina. Brahms griff auf mittelalterliche Kirchentonarten und auch auf die niederländische Kanontechnik zurück. Obwohl er im Wesentlichen tradierte Formen übernahm, schuf er ein unabhängiges und eigenständiges Werk.



Das Theatercafé öffnet um 10:00 Uhr, die Piano Bar  beginnt um 11:00 Uhr. 

Piano Bar – mit Bastian Hahn

Bastian Hahn, Hausmusiker der BüchnerBühne, lädt am 09.09.  zur 34. Folge seiner PIANO BAR ein. 

Bei dem anregenden Musikworkshop zum Sonntagsfrühstück geht es diesmal am Beispiel einer italienischen Komödie aus dem 16. Jahrhundert um die Vorläufer der Oper – die sogenannten „Intermedien“.

Anlässlich der Hochzeit von Ferdinando I. de’ Medici mit Christine von Lothringen wurde am 2. Mai 1589 im Uffizientheater in Florenz die Komödie La pellegrina des Dichters Girolamo Bargagli aufgeführt. Zwischen den Akten spielte man insgesamt sechs prunkvoll ausgestattete musikalische Intermedien (Zwischenspiele) von einigen der bedeutendsten Komponisten der Zeit.

Die ersten Opern entstanden ungefähr zehn Jahre später um 1600, als die Intermedien an Bedeutung das Rahmenwerk, für das sie geschrieben wurden, übertrafen und beim Publikum das Interesse an der Verbindung von Musik und Inszenierung wuchs.

Anders als die Oper besaßen die Intermedien keine musikalischen Dialoge. Als Wegbereiter gelten sie dadurch, dass die Musik erstmals selbst zum Thema wurde und dadurch einen erhöhten künstlerischen Anspruch bekam.


Das Theatercafé öffnet um 10:00 Uhr, die Piano Bar  beginnt um 11:00 Uhr. 

Piano Bar – mit Bastian Hahn

Bastian Hahn, Hausmusiker der BüchnerBühne, lädt am 12.08.  zur 33. Folge seiner PIANO BAR ein. 

Bei dem anregenden Musikworkshop zum Sonntagsfrühstück geht es diesmal um Edvard Grieg, einen der Hauptvertreter eines Kompositionsstils, der gemeinhin als „der nordische Ton“ bezeichnet wird.

Die Entdeckung dieses „Tons" fiel in das 19. Jahrhundert und war politisch motiviert. Nationalistische Bewegungen waren zu dieser Zeit in ganz Europa zu beobachten, und Norwegen befand sich im Unabhängigkeitskampf gegen Schweden. Edvard Grieg sah es als seine Aufgabe an, an der Schaffung eines norwegischen „Kulturschatzes“ mitzuwirken und einen Personalstil zu entwickeln, der seine Zuneigung zu seiner Heimat widerspiegelte ... 

Grieg versuchte also, Eigenheiten der Volksmusik seines Landes in seinen persönlichen Schaffensprozeß zu integrieren. Er nutzte hierfür die Sammlung "Ältere und neuere norwegische Gebirgsmelodien" von Ludvig Mathias Lindeman, welche  als „volksmusikalische Bibel der norwegischen Komponisten“ galt.

Diese Melodien, von Grieg adaptiert und bearbeitet, gaben seiner Musik eine besondere und bis heute unverwechselbare Prägung ...


Das Theatercafé öffnet um 10:00 Uhr, die Piano Bar  beginnt um 11:00 Uhr. 

Piano Bar – mit Bastian Hahn

Bastian Hahn, Hausmusiker der BüchnerBühne, lädt am 24.06.  zur 32. Folge seiner PIANO BAR ein. 

Bei dem anregenden Musikworkshop zum Sonntagsfrühstück geht es diesmal um den "Ring des Nibelungen“ – ein aus vier Teilen bestehender Opernzyklus von Richard Wagner, zu dem dieser den Text schrieb, die Musik komponierte und detaillierte szenische Anweisungen vorgab. Die Tetralogie gilt als Wagnersches Hauptwerk. Mit Unterbrechungen hat er von 1848 bis 1874 daran gearbeitet.

Der Ring des Nibelungen: Teil 2 

Siegfried („Zweiter Tag“)
Götterdämmerung („Dritter Tag“)


Bastian Hahn lädt Sie zu einer Entdeckungsreise durch den 3. und 4. Teil  dieses Mammutwerkes ein: Entstehungsgeschichte, Handlung, musikalische Leitmotive und mögliche Interpretationen werden beleuchtet und – ja – auch dieses Mal darf kräftig mitgesungen werden!

"Vollendet das ewige Werk!
Wie im Traum ich es trug,
wie mein Wille es wies,
was bange Jahre barg des reifenden Mannes Brust,
aus winternächtigen Wehen
der Lieb’ und des Lenzes Gewalten
trieben dem Tag es zu:
Da steh’ es stolz zur Schau,
als kühner Königsbau prang’ es prächtig der Welt!"


Das Theatercafé öffnet um 10:00 Uhr, die Piano Bar  beginnt um 11:00 Uhr. 

Piano Bar – mit Bastian Hahn

Bastian Hahn, Hausmusiker der BüchnerBühne, lädt am 06.05. zur 31. Folge seiner PIANO BAR ein. 

Bei dem anregenden Musikworkshop zum Sonntagsfrühstück geht es diesmal um den "Ring des Nibelungen“ – ein aus vier Teilen bestehender Opernzyklus von Richard Wagner, zu dem dieser den Text schrieb, die Musik komponierte und detaillierte szenische Anweisungen vorgab. Die Tetralogie gilt als Wagnersches Hauptwerk. Mit Unterbrechungen hat er von 1848 bis 1874 daran gearbeitet.

Der Ring des Nibelungen: Teil 1 

Das Rheingold („Vorabend“)
Die Walküre („Erster Tag“)


Bastian Hahn lädt Sie zu einer Entdeckungsreise durch die ersten beiden Teile dieses Mammutwerkes ein: Entstehungsgeschichte, Handlung, musikalische Leitmotive und mögliche Interpretationen werden beleuchtet und – ja – auch dieses Mal darf kräftig mitgesungen werden!

Das Theatercafé öffnet um 10:00 Uhr, die Piano Bar  beginnt um 11:00 Uhr. 

Piano Bar – mit Bastian Hahn

Bastian Hahn, Hausmusiker der BüchnerBühne, lädt am 29.04. zur 30. Folge seiner PIANO BAR ein. 

Bei dem anregenden Musikworkshop zum Sonntagsfrühstück geht es diesmal um eine Entdeckungsreise durch die Musiktraditionen Islands.

Von Zwergen und Elfen  

Denkt man an Island und Musik, fällt wohl den meisten Menschen die innovative zeitgenössische Popkünstlerin Björk ein.

Wie jedoch nicht jeder weiß, hat Island eine zwar lange Tradition der Verse und Gedichte, aber eine relativ kurze Geschichte in der Verwendung der gebräuchlichsten Musikinstrumente. Darum hat sich dort auch so etwas wie die „Ríma“ entwickeln können, eine Art volkstümliches Reimgedicht, das zur Skaldendichtung gehört. Das strikte Reimschema könnte dazu verleiten, sie als Urform des Raps zu deuten.

Die isländische Gesangstradition ist noch heute sehr ausgeprägt und die meisten Städte und Gemeinden haben große Chöre. Regelmäßig werden äußerst populäre Gesangswettbewerbe veranstaltet, die gesellschaftliche Großergeignisse sind.

Auch gibt es in Island eines der besten Symphonieorchester in der nordischen Region. Seine Wurzeln gehen zurück auf das Jahr 1925; 25 Jahre später wurde es offiziell gegründet. Dass eine Nation der Größe Islands ein echtes Weltklasse-Orchester hat, ist in jedem Fall bemerksenswert ... 


Das Theatercafé als Veranstaltungsort öffnet um 10:00 Uhr, die Piano Bar mit Gelegenheit zum Mitsingen beginnt um 11:00 Uhr. 

Piano Bar – mit Bastian Hahn

Bastian Hahn, Hausmusiker der BüchnerBühne, lädt am 25.03. zur 29. Folge seiner PIANO BAR ein. 

Bei dem anregenden Musikworkshop zum Sonntagsfrühstück geht es wie bereits im Februar um die "Beggar´s Opera" von John Gay, die 1728 uraufgeführt wurde und einem neuen Musikgenre - der "Ballad Opera" – in England zum Durchbruch verhalf.

The Beggar´s Opera: Teil 2  

Im zweiten Teil liegt der Schwerpunkt bei der Wirkung und den zahlreichen Adaptionen dieses Werkes - bis hin zur bekannten "Dreigroschenoper" von Bertolt Brecht.

Anfang des 20. Jahrhunderts restaurierte Frederic Austin das Werk und machte es mit einer zusätzlichen eigenen Musik wieder aufführungsfähig. Er spielte auch die Rolle des Peachum in den erfolgreichen Wiederaufführungen, die 1920 im Londoner Lyric Theatre unter dem Regisseur Nigel Playfair begonnen hatten.

Die deutsche Übersetzung des Stücks von Elisabeth Hauptmann diente Bertolt Brecht und Kurt Weill 1928 als Grundlage ihrer Dreigroschenoper. Im Oktober 1934 verlagerte Brecht die Handlung seines Dreigroschenromans ins Milieu einer heuchlerischen Geschäftswelt, und in der Neufassung der Oper, an der er zwischen 1946 und 1949 arbeitete, passte er schließlich den Stoff an die Situation nach dem Kriegsende an.


Das Theatercafé als Veranstaltungsort öffnet um 10:00 Uhr, die Piano Bar mit Gelegenheit zum Mitsingen beginnt um 11:00 Uhr. 

Piano Bar – mit Bastian Hahn

Bastian Hahn, Hausmusiker der BüchnerBühne, lädt am 18.02. zur 28. Folge seiner PIANO BAR ein. 

Bei dem anregenden Musikworkshop zum Sonntagsfrühstück geht es diesmal um die "Beggar´s Opera" von John Gay, die 1728 uraufgeführt wurde und einem neuen Musikgenre - der "Ballad Opera" – in England zum Durchbruch verhalf.

The Beggar´s Opera  

Als Gesellschaftssatire, die sowohl höhere als auch niedere Stände ironisierte und gleichermaßen sentimental wie anti-romantisch wirkte, begeisterte sie das Publikum, alarmierte jedoch auch die Zensoren. Gays realistischer Blick zeigt sich in der Darstellung damaliger gesellschaftlicher Entwicklungen – Verarmung infolge der Bevölkerungszunahme, Kriminalität, Prostitution, Alkoholismus insbesondere durch den Gin-Konsum – und in amüsanten Anspielungen auf das zeitgenössische Theater ...

Erstmals widmen wir uns in zwei Folgen der PIANO BAR einem einzigen Werk – Die "Beggar´s Opera" wird auch bei der 29. Folge am 25. März Thema sein!

Das Theatercafé als Veranstaltungsort öffnet um 10:00 Uhr, die Piano Bar mit Gelegenheit zum Mitsingen beginnt um 11:00 Uhr. 

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