Piano Bar – mit Bastian Hahn

Bastian Hahn, Hausmusiker der BüchnerBühne, lädt am 09.12.  zur 37. Folge seiner PIANO BAR ein. 

Bei dem anregenden Musikworkshop zum Sonntagsfrühstück geht es diesmal um die Musik in den rumänischen Karpaten - insbesondere zur Weihnachtszeit.

Die Volksmusik Rumäniens wurde lange Zeit nur mündlich überliefert; schriftliche Aufzeichnungen existieren erst ab dem 15. Jahrhundert. Die traditionelle Musik ist vielfach von Einflüssen der Nachbarvölker (u. a. Bulgaren, Türken, Griechen oder Roma) geprägt und wird in ihrer instrumentalen Form überwiegend von Männern gespielt; Frauen übernehmen Begleitinstrumente und den Gesang.

Typisch ist die Doina, ein frei improvisiertes, getragenes Lied, auf das ein heiterer, tänzerischer Teil folgt. Durch die Sammeltätigkeit Bartóks wurde die traditionelle rumänische Musik über ihre Grenzen bekannt. Seit dem 19. Jahrhundert gab es eine starke westeuropäische Orientierung (besonders nach Frankreich und Deutschland); es entstand eine nationalrumänische Kunstmusik. 

In der waldreichen Maramuresch, hoch im Norden Rumäniens, haben die meisten Weihnachtsbräuche jedoch bis heute überdauert. Hier liegt auch das Hirtendorf Săcel. Die Kinder üben den halben Dezember für ein besonderes Theaterspiel, das sie zu Weihnachten aufführen: das "Herodesspiel". Es erzählt die Geschichte von Kaspar, Melchior und Balthasar, der drei Könige aus dem Morgenland, die auf der Suche nach dem Christkind sind und dabei auch zum römischen Stadthalter Herodes kommen. Ein Stern hat sie ins Heilige Land geführt, am Ende finden die drei orientalischen Könige in einem kleinen Stall in Bethlehem den Sohn Gottes und sie verbeugen sich vor ihm in Demut und schenken ihm Myrre, Weihrauch und Gold.

Am ersten Weihnachtstag ziehen die Kinder dann mit Liedern von Haus zu Haus. Diese Weihnachtslieder erzählen Legenden von einem Gott, der Gesicht und Gestalt bekommt. Er erscheint als gutmütiger, weißbärtiger Schafhirte mit Flöte, der auf seine Herde achtgibt, oder als Bettler, der an die Türen der Reichen klopft. 



Das Theatercafé öffnet um 10:00 Uhr, die Piano Bar  beginnt um 11:00 Uhr. 

Piano Bar – mit Bastian Hahn

Bastian Hahn, Hausmusiker der BüchnerBühne, lädt am 11.11.  zur 36. Folge seiner PIANO BAR ein. 

Bei dem anregenden Musikworkshop zum Sonntagsfrühstück geht es diesmal um die Wurzeln und und vielfachen Wirkungen des jüdischen KLEZMER.

"Jede Volksmusik ist schön, aber von der jüdischen muss ich sagen, sie ist einzigartig! Sie ist so facettenreich, kann fröhlich erscheinen und in Wirklichkeit tief tragisch sein. Fast immer ist es ein Lachen durch Tränen", so beschreibt Dmitrij Schostakowitsch den Klezmer. Das Wort setzt sich aus den Begriffen "kley" (Instrument) und "zemer" (Melodie) zusammen.

Die Wurzel des Klezmer liegt in den osteuropäischen "Schtetl", Kleinstädten mit hohem jüdischen Bevölkerungsanteil, die im Spätmittelalter entstanden sind, als die Aschkenazim vor Progromen und Vertreibungen aus den jüdischen Gemeinden Mitteleuropas nach Osten flohen, nach Weißrussland, Litauen, Rumänien, Moldawien, der Ukraine und Polen. Dabei nahmen sie nicht nur ihr Hab und Gut, sondern auch ihre Tradition mit: das Musizieren bei Hochzeiten und anderen Festen, den geistlichen Gesang in den Synagogen und ihre typische jiddische Sprache.

Aus diesen Quellen speist sich der Klezmer, der im 18. und 19. Jahrhundert entstand. In der neuen Heimat passten sich die jüdischen Musiker den Gegebenheiten an und integrierten Volkslieder und Tänze der verschiedenen osteuropäischen Kulturen in ihre Musik. Diese Offenheit, dieses "über den Tellerrand schauen" ist ein Merkmal des Klezmer und hat mit zum Überleben dieser Musik beigetragen. 



Das Theatercafé öffnet um 10:00 Uhr, die Piano Bar  beginnt um 11:00 Uhr. 

Piano Bar – mit Bastian Hahn

Bastian Hahn, Hausmusiker der BüchnerBühne, lädt am 21.10.  zur 35. Folge seiner PIANO BAR ein. 

Bei dem anregenden Musikworkshop zum Sonntagsfrühstück geht es diesmal um einen der bedeutendsten Köpfe der Musikgeschichte – den deutschen Komponisten, Pianisten und Dirigenten Johannes Brahms (1833-1897).

Seine Kompositionen werden vorwiegend der Hochromantik zugeordnet; durch die Einbeziehung barocker und klassischer Formen gehen sie aber weit über diese hinaus...

Robert Schumann schrieb bereits über den zwanzigjährigen Brahms:
„Und er ist gekommen, ein junges Blut, an dessen Wiege Grazien und Helden Wache hielten. Er heißt Johannes Brahms, kam von Hamburg, dort in dunkler Stille schaffend, aber von einem trefflichen und begeistert zutragenden Lehrer gebildet in schwierigen Setzungen der Kunst, mir kurz vorher von einem verehrten bekannten Meister empfohlen. Er trug, auch im Äußeren, alle Anzeichen an sich, die uns ankündigen: Das ist ein Berufener.“

Brahms’ Werk steht in einer gesamteuropäischen Musiktradition. Nicht nur Beethoven und die Komponisten der frühen Romantik wie Schumann hatten Einfluss auf seine Musik, sondern auch Bach, Händel und Palestrina. Brahms griff auf mittelalterliche Kirchentonarten und auch auf die niederländische Kanontechnik zurück. Obwohl er im Wesentlichen tradierte Formen übernahm, schuf er ein unabhängiges und eigenständiges Werk.



Das Theatercafé öffnet um 10:00 Uhr, die Piano Bar  beginnt um 11:00 Uhr. 

Piano Bar – mit Bastian Hahn

Bastian Hahn, Hausmusiker der BüchnerBühne, lädt am 09.09.  zur 34. Folge seiner PIANO BAR ein. 

Bei dem anregenden Musikworkshop zum Sonntagsfrühstück geht es diesmal am Beispiel einer italienischen Komödie aus dem 16. Jahrhundert um die Vorläufer der Oper – die sogenannten „Intermedien“.

Anlässlich der Hochzeit von Ferdinando I. de’ Medici mit Christine von Lothringen wurde am 2. Mai 1589 im Uffizientheater in Florenz die Komödie La pellegrina des Dichters Girolamo Bargagli aufgeführt. Zwischen den Akten spielte man insgesamt sechs prunkvoll ausgestattete musikalische Intermedien (Zwischenspiele) von einigen der bedeutendsten Komponisten der Zeit.

Die ersten Opern entstanden ungefähr zehn Jahre später um 1600, als die Intermedien an Bedeutung das Rahmenwerk, für das sie geschrieben wurden, übertrafen und beim Publikum das Interesse an der Verbindung von Musik und Inszenierung wuchs.

Anders als die Oper besaßen die Intermedien keine musikalischen Dialoge. Als Wegbereiter gelten sie dadurch, dass die Musik erstmals selbst zum Thema wurde und dadurch einen erhöhten künstlerischen Anspruch bekam.


Das Theatercafé öffnet um 10:00 Uhr, die Piano Bar  beginnt um 11:00 Uhr. 

Piano Bar – mit Bastian Hahn

Bastian Hahn, Hausmusiker der BüchnerBühne, lädt am 12.08.  zur 33. Folge seiner PIANO BAR ein. 

Bei dem anregenden Musikworkshop zum Sonntagsfrühstück geht es diesmal um Edvard Grieg, einen der Hauptvertreter eines Kompositionsstils, der gemeinhin als „der nordische Ton“ bezeichnet wird.

Die Entdeckung dieses „Tons" fiel in das 19. Jahrhundert und war politisch motiviert. Nationalistische Bewegungen waren zu dieser Zeit in ganz Europa zu beobachten, und Norwegen befand sich im Unabhängigkeitskampf gegen Schweden. Edvard Grieg sah es als seine Aufgabe an, an der Schaffung eines norwegischen „Kulturschatzes“ mitzuwirken und einen Personalstil zu entwickeln, der seine Zuneigung zu seiner Heimat widerspiegelte ... 

Grieg versuchte also, Eigenheiten der Volksmusik seines Landes in seinen persönlichen Schaffensprozeß zu integrieren. Er nutzte hierfür die Sammlung "Ältere und neuere norwegische Gebirgsmelodien" von Ludvig Mathias Lindeman, welche  als „volksmusikalische Bibel der norwegischen Komponisten“ galt.

Diese Melodien, von Grieg adaptiert und bearbeitet, gaben seiner Musik eine besondere und bis heute unverwechselbare Prägung ...


Das Theatercafé öffnet um 10:00 Uhr, die Piano Bar  beginnt um 11:00 Uhr. 

Piano Bar – mit Bastian Hahn

Bastian Hahn, Hausmusiker der BüchnerBühne, lädt am 24.06.  zur 32. Folge seiner PIANO BAR ein. 

Bei dem anregenden Musikworkshop zum Sonntagsfrühstück geht es diesmal um den "Ring des Nibelungen“ – ein aus vier Teilen bestehender Opernzyklus von Richard Wagner, zu dem dieser den Text schrieb, die Musik komponierte und detaillierte szenische Anweisungen vorgab. Die Tetralogie gilt als Wagnersches Hauptwerk. Mit Unterbrechungen hat er von 1848 bis 1874 daran gearbeitet.

Der Ring des Nibelungen: Teil 2 

Siegfried („Zweiter Tag“)
Götterdämmerung („Dritter Tag“)


Bastian Hahn lädt Sie zu einer Entdeckungsreise durch den 3. und 4. Teil  dieses Mammutwerkes ein: Entstehungsgeschichte, Handlung, musikalische Leitmotive und mögliche Interpretationen werden beleuchtet und – ja – auch dieses Mal darf kräftig mitgesungen werden!

"Vollendet das ewige Werk!
Wie im Traum ich es trug,
wie mein Wille es wies,
was bange Jahre barg des reifenden Mannes Brust,
aus winternächtigen Wehen
der Lieb’ und des Lenzes Gewalten
trieben dem Tag es zu:
Da steh’ es stolz zur Schau,
als kühner Königsbau prang’ es prächtig der Welt!"


Das Theatercafé öffnet um 10:00 Uhr, die Piano Bar  beginnt um 11:00 Uhr. 

Piano Bar – mit Bastian Hahn

Bastian Hahn, Hausmusiker der BüchnerBühne, lädt am 06.05. zur 31. Folge seiner PIANO BAR ein. 

Bei dem anregenden Musikworkshop zum Sonntagsfrühstück geht es diesmal um den "Ring des Nibelungen“ – ein aus vier Teilen bestehender Opernzyklus von Richard Wagner, zu dem dieser den Text schrieb, die Musik komponierte und detaillierte szenische Anweisungen vorgab. Die Tetralogie gilt als Wagnersches Hauptwerk. Mit Unterbrechungen hat er von 1848 bis 1874 daran gearbeitet.

Der Ring des Nibelungen: Teil 1 

Das Rheingold („Vorabend“)
Die Walküre („Erster Tag“)


Bastian Hahn lädt Sie zu einer Entdeckungsreise durch die ersten beiden Teile dieses Mammutwerkes ein: Entstehungsgeschichte, Handlung, musikalische Leitmotive und mögliche Interpretationen werden beleuchtet und – ja – auch dieses Mal darf kräftig mitgesungen werden!

Das Theatercafé öffnet um 10:00 Uhr, die Piano Bar  beginnt um 11:00 Uhr. 

Piano Bar – mit Bastian Hahn

Bastian Hahn, Hausmusiker der BüchnerBühne, lädt am 29.04. zur 30. Folge seiner PIANO BAR ein. 

Bei dem anregenden Musikworkshop zum Sonntagsfrühstück geht es diesmal um eine Entdeckungsreise durch die Musiktraditionen Islands.

Von Zwergen und Elfen  

Denkt man an Island und Musik, fällt wohl den meisten Menschen die innovative zeitgenössische Popkünstlerin Björk ein.

Wie jedoch nicht jeder weiß, hat Island eine zwar lange Tradition der Verse und Gedichte, aber eine relativ kurze Geschichte in der Verwendung der gebräuchlichsten Musikinstrumente. Darum hat sich dort auch so etwas wie die „Ríma“ entwickeln können, eine Art volkstümliches Reimgedicht, das zur Skaldendichtung gehört. Das strikte Reimschema könnte dazu verleiten, sie als Urform des Raps zu deuten.

Die isländische Gesangstradition ist noch heute sehr ausgeprägt und die meisten Städte und Gemeinden haben große Chöre. Regelmäßig werden äußerst populäre Gesangswettbewerbe veranstaltet, die gesellschaftliche Großergeignisse sind.

Auch gibt es in Island eines der besten Symphonieorchester in der nordischen Region. Seine Wurzeln gehen zurück auf das Jahr 1925; 25 Jahre später wurde es offiziell gegründet. Dass eine Nation der Größe Islands ein echtes Weltklasse-Orchester hat, ist in jedem Fall bemerksenswert ... 


Das Theatercafé als Veranstaltungsort öffnet um 10:00 Uhr, die Piano Bar mit Gelegenheit zum Mitsingen beginnt um 11:00 Uhr. 

Piano Bar – mit Bastian Hahn

Bastian Hahn, Hausmusiker der BüchnerBühne, lädt am 25.03. zur 29. Folge seiner PIANO BAR ein. 

Bei dem anregenden Musikworkshop zum Sonntagsfrühstück geht es wie bereits im Februar um die "Beggar´s Opera" von John Gay, die 1728 uraufgeführt wurde und einem neuen Musikgenre - der "Ballad Opera" – in England zum Durchbruch verhalf.

The Beggar´s Opera: Teil 2  

Im zweiten Teil liegt der Schwerpunkt bei der Wirkung und den zahlreichen Adaptionen dieses Werkes - bis hin zur bekannten "Dreigroschenoper" von Bertolt Brecht.

Anfang des 20. Jahrhunderts restaurierte Frederic Austin das Werk und machte es mit einer zusätzlichen eigenen Musik wieder aufführungsfähig. Er spielte auch die Rolle des Peachum in den erfolgreichen Wiederaufführungen, die 1920 im Londoner Lyric Theatre unter dem Regisseur Nigel Playfair begonnen hatten.

Die deutsche Übersetzung des Stücks von Elisabeth Hauptmann diente Bertolt Brecht und Kurt Weill 1928 als Grundlage ihrer Dreigroschenoper. Im Oktober 1934 verlagerte Brecht die Handlung seines Dreigroschenromans ins Milieu einer heuchlerischen Geschäftswelt, und in der Neufassung der Oper, an der er zwischen 1946 und 1949 arbeitete, passte er schließlich den Stoff an die Situation nach dem Kriegsende an.


Das Theatercafé als Veranstaltungsort öffnet um 10:00 Uhr, die Piano Bar mit Gelegenheit zum Mitsingen beginnt um 11:00 Uhr. 

Piano Bar – mit Bastian Hahn

Bastian Hahn, Hausmusiker der BüchnerBühne, lädt am 18.02. zur 28. Folge seiner PIANO BAR ein. 

Bei dem anregenden Musikworkshop zum Sonntagsfrühstück geht es diesmal um die "Beggar´s Opera" von John Gay, die 1728 uraufgeführt wurde und einem neuen Musikgenre - der "Ballad Opera" – in England zum Durchbruch verhalf.

The Beggar´s Opera  

Als Gesellschaftssatire, die sowohl höhere als auch niedere Stände ironisierte und gleichermaßen sentimental wie anti-romantisch wirkte, begeisterte sie das Publikum, alarmierte jedoch auch die Zensoren. Gays realistischer Blick zeigt sich in der Darstellung damaliger gesellschaftlicher Entwicklungen – Verarmung infolge der Bevölkerungszunahme, Kriminalität, Prostitution, Alkoholismus insbesondere durch den Gin-Konsum – und in amüsanten Anspielungen auf das zeitgenössische Theater ...

Erstmals widmen wir uns in zwei Folgen der PIANO BAR einem einzigen Werk – Die "Beggar´s Opera" wird auch bei der 29. Folge am 25. März Thema sein!

Das Theatercafé als Veranstaltungsort öffnet um 10:00 Uhr, die Piano Bar mit Gelegenheit zum Mitsingen beginnt um 11:00 Uhr.