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Büchner-Werkstatt

Öffentliche Probe

Die BüchnerBühne bietet in dieser Veranstaltungsreihe Interessenten Einblicke in ihre Theaterarbeit. Als Autorentheater mit einem breitgefächerten Repertoire ist das geschriebene Wort Ausgangspunkt jeder Probe. Wir stellen Ihnen anhand von Schlüsselmomenten großer Bühnentexte exemplarisch den Prozeß von der ersten Interpretation zur szenischen Anlage vor.

20.05.: Leonce & Lena & die Lust am Untergang

Popo & Pipi, Prinz & Prinzessin: Büchners Parodie auf Glaube, Liebe & Hoffnung stellt die ewige Frage nach dem Gestaltungsraum der Jugend für eine selbstbestimmte Zukunft …
Seine Protagonisten erkennen früh, dass dieser Raum für sie in den herrschenden Verhältnissen nicht existiert und fliehen vor einem Schicksal, das sie am Ende ironischerweise als privates Glück einholt: Als königliches Hochzeitspaar, das nun selbst über eine Welt herrschen muss, die es nicht kennt und nicht versteht ...

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Music of-Afghanistan

Dr. Franz Amelung

Donnerstag, 17.03. um 19:00 Uhr

Vortrag Peter Brunner

Dr. Ludwig Franz Amelung (1769 – 1823) war Nachfolger von Georg Büchners Großvater Johann Georg Reuß und der erste Mediziner, der dem Hospital in Hochheim vorstand. Anlässlich der Bemühungen, seine Begräbnisstätte und seinen Grabstein auf dem historischen Hospitalfriedhof instand zu setzen, sind uns zahlreiche bisher unbeachtete Verbindungen zu Georg Büchners Werk aufgefallen.

Amelung war der Neffe und Schüler des berühmten Arztes Christoph Wilhelm Hufeland. Der Band „Aerztliche Untersuchung der Criminalprocesse von Léger, Feldtmann, Lécouffe, Jean-Pierre und Papavoine, bei welchen eine Geisteszerrüttung als Vertheidigungsmittel vorgeschützt wurde; nebst Betrachtungen über die moralische Freiheit in gerichtlich-medizinischer Hinsicht, von Dr. [Etienne J.] Georget. Aus dem Französischen übersetzt von Dr. F. Amelung am Irrenhause zu Hofheim bei Darmstadt. C. W. Leske, Darmstadt 1827.“ war zweifellos im Buchbestand von Büchners Vater Ernst und damit möglicherweise eine bisher unbekannte Quelle zum Werk Georg Büchners.

Darüber wollen wir an dem Abend berichten, Bemerkenswertes aus seinem Werk zitieren und für die angemessene Ausstattung seines Grabes werben.

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Music of-Afghanistan

Büchners Lenz als Comic

Donnerstag, 21.04. um 19:00 Uhr

mit Andreas Eikenroth

„Eine graphische Inszenierung“ nennt der Gießener Bühnentechniker und Comicautor Andreas Eikenroth seine Comics. Stilistisch geschult und orientiert an Jeanne Mammen und George Grosz hat er 2019 eine sehr eigene Interpretation des berühmten Büchner-Dramas „Woyzeck“ vorgelegt. Seit dem Erscheinen in der „Edition 52“ hat der Band große Aufmerksamkeit erzielt. In der Kunstgalerie zeigen wir noch Originale dieser ersten Büchner-Arbeit, die seine besondere Form der Auseinandersetzung mit Büchner schildern.

Mit dem Lenz wolle er künstlerisch stärker dem 19. Jahrhundert verhaftet bleiben, hat er im Interview gesagt. Das Büchnerhaus freut sich sehr, die erneut innovative Arbeit des Künstlers vorstellen zu dürfen.

Im Gespräch mit dem Museumsleiter Peter Brunner wird er sich dazu äussern, was Comic-Adaptionen für den Umgang mit Literatur bedeuten und was es mit der „Kürzung der endlosen Schachtelsätze“ (Eikenroth) zum modernen Verständnis des berühmten Büchnertextes auf sich hat.

Wir werden bei dieser Gelegenheit ein Exemplar der Originale zum „Woyzeck“ für unsere Sammlung erwerben, auch bietet sich für Gäste die Chance, ein signiertes Exemplar (und natürlich am Büchertisch beide Comics) zu erwerben.

Nach der Veranstaltung werden Originale seiner neuen Arbeit zum Lenz in der Kunstgalerie präsentiert.

Andreas Eikenroth kommt aus Gießen, hat dort in den 1990er Jahren das Comicgratismagazin "the Kainsmal" mitgegründet und war später mit Sarah Burrini, Ans de Bruin und Frank "Spong" Plein ein Teil des Zeichnerkollektivs "Pony X Press". Er schreibt und zeichnet er für den "Gießener Anzeiger" die "Comixene", das "FRIZZ" Magazin und "The Heritage Post".

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