Besetzung:

Georg Büchner: Dimitri Eliseev
Ludwig Weidig: Finn Hanssen
Großherzog Ludwig/ Hofrat Georgi: Erich Schaffner
Minna Jaeglé: Tanja Marcotte
Wilhelm Schulz/Sänger: Oliver Kai Müller
Caroline Schulz: Ursula Stampfli
August Becker: Claudio Altese
Tante Jules: Mélanie Linzer
Musiker/Gefängniswärter: Karsten Leschke

Inszenierung: Christian Suhr

Spieldauer: 2 Stunden (eine Pause)

Wenn es Rosen sind werden sie blühen

von Christian Suhr – frei nach dem  Roman von Kasimir Edschmid „Georg Büchner – eine deutsche Revolution"

Die Geschichte erzählt den tragisch gescheiterten Anlauf zu einer radikalen Erneuerung Deutschlands im absolutistischen Polizeistaat Hessen. In der Gegenüberstellung des Dichters und Mediziners Georg Büchner und dem protestantischen Theologen Ludwig Weidig wird daran erinnert, daß Deutschland eine wirkliche Widerstandstradition mutiger Einzelgänger hat.

Ausgangspunkt ist die »Hessische Verschwörung« von 1834, deren Manifest, Der Hessische Landbote - verfaßt von Georg Büchner, redigiert von Ludwig Weidig -, zu den einflußreichsten Dokumenten der Weltliteratur gehört.

Verfolgung, Exil und Resistance, Flucht und Folter, politische Justiz und Geheimpolizei: Mächte und Schicksale, die auch das 21. Jahrhundert prägen, erscheinen bereits auf der Bühne des kleinen, zurückgebliebenen Feudalstaates der Ära Metternich.

Mitten in der idyllischen Zeit des Biedermeier erklingt hier der Kampfruf: »Friede den Hütten! Krieg den Palästen!« – Doch beim Volk bleibt er noch lange ungehört …

Fotos: Jochen Melchior