Piano Bar – mit Bastian Hahn

Bastian Hahn, Hausmusiker der BüchnerBühne, lädt am 12.11. zur 25. Folge seiner PIANO BAR ein.

Bei dem anregenden Musikworkshop zum Sonntagsfrühstück geht es diesmal um „Bluegrass“.

Der Bluegrass entstand zwischen 1937 und 1945 in den Bergen von Kentucky und Tennessee. Zu dieser Zeit experimentierte der Mandolinenspieler Bill Monroe mit Hillbilly- und Fiddle-Stücken, angloamerikanischen Balladen, afroamerikanischer Tanzmusik und traditionellem Gospel-Harmoniegesang. Er formte daraus eine mit Swing- und Blueselementen angereicherte Form der Country-Musik.

Gegen Ende dieser Phase heuerte er den jungen Banjospieler Earl Scruggs an, der den Dreifinger-Stil seines Heimatstaates North Carolina mit hoher Geschwindigkeit und Präzision perfektioniert hatte und damit den Sound der Band erheblich dynamisierte. Die Band trug den Namen „Bill Monroe and his Blue Grass Boys“, als Reminiszenz an den „Bluegrass State“ Kentucky. Der Begriff Bluegrass bezeichnet die aufgrund des nährstoffreichen Bodens blaugrünen Blätter des Wiesen-Rispengrases, und der Musikstil wurde von den Medien später danach benannt.

Der Bekanntheitsgrad der Blue Grass Boys wurde durch ihre Auftritte in der weithin hörbaren, wöchentlichen Radiosendung Grand Ole Opry aus Tennessees Hauptstadt Nashville gesteigert, bei der Bill Monroe von 1939 bis zu seinem Tod im Jahr 1996 Mitglied war. Zu ihrem frühen Repertoire gehörten der Muleskinner-Blues und das später auch von Elvis Presley gecoverte Blue Moon of Kentucky. Mit Monroes Gitarristen Lester Flatt gründete Earl Scruggs 1948 die Foggy Mountain Boys, die außer mit den damals unerreichten Banjoinnovationen noch mit originellen Texten und später auch mit der Dobro als Leadinstrument breitere Zuhörerkreise und auch das Fernsehpublikum erreichten.

Das Theatercafé als Veranstaltungsort öffnet um 10:00 Uhr, die Piano Bar mit Gelegenheit zum Mitsingen beginnt um 11:00 Uhr.