Besetzung:

Johannes: Bastian Hahn
Rosa: Tanja Marcotte
Grete: Mélanie Linzer
Albert: Alexander Valerius
Luigi: Karsten Leschke

Inszenierung: Christian Suhr

Spieldauer: 80 Minuten  (keine Pause)

Programmzettel


PRESSE

Lenz Macht Liebe

Ein Liederabend „deutscher Art"

„Da, wo man singt ... „ – Ein Motto, landläufig bekannt, das Gesang immer mit dem Bild von fröhlichen und guten Menschen verbindet. Meist trifft es auch zu. Bei einigem Nachdenken fällt jedoch auf, dass auch weniger gute Menschen durchaus wunderbare Lieder haben können. In deutschen Landen handeln sie zumeist vom „LENZ“, von der „MACHT“ und – natürlich – von der „LIEBE“.

Immer wieder gab es Zeiten, wo Musik politisch instrumentalisiert oder einfach verboten wurde, weil sie „artfremd“ war oder nicht in ein von der herrschenden Klasse propagiertes Weltbild passte. Trotzdem wurde sie geliebt und gespielt. Als Ausdruck für Hoffnung und Freiheit in dunklen und unfreien Zeiten.

„LENZ MACHT LIEBE“ ist ein Schauspiel ohne Worte – nur mit Musik.

Der Abend beginnt in einem illegalen Swinglokal der 40er Jahre irgendwo in Deutschland. Swingklänge der Kriegsgegner strömen aus Luigis Kneipe in die deutsche Herbstnacht und ein ausgeflippter Künstler schwingt die Glieder. Die Musik bricht abrupt ab, als ein strammer Volksgenosse das Lokal betritt und sein Liedgut ausbreitet. Damit will er Eindruck schinden bei einer einsamen deutschen Frau, die ihre Sehnsucht nach der fernen Liebe im Kriege besingt. Eine Straßenhure kontert die Idylle mit erotischen Couplets und bringt die Welt unseres braven Patrioten ins Wanken …

Mit Liedern zwischen Bänkellied, Vaterlandsgesang, Gassenhauer, Volks- und Kunstlied bauen die so unterschiedlichen Gestalten Beziehungen und Konflikte auf. In ihnen treten zerrüttete Biographien hervor – wird Sehnsucht, Wut, Trauer, Hoffnung und Lebensfreude laut und leise. Und letztendlich verändern sich mit den Liedern auch ihre Sänger, ohne dass sie es merken. Keiner dieser Gestrandeten verlässt Luigis Kneipe, wie er sie betrat. Aber für alle brennt in der dunklen Nacht das helle Licht in eine bessere Zeit. 

Szenenbilder

Fotos: Jochen Melchior