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mit


Oliver Kai Müller
Mélanie Linzer
Finn Hanssen
Verena Specht-Ronique
Tanja Marcotte
Ursula Stampfli
Klaudia Golberg
Eric Haug
Karsten Leschke

 

Regie: Christian Suhr

 

PREMIERE am 17.8. 2012 im Schloß Dornberg (Groß-Gerau)
 

DER BÜRGER ALS EDELMANN Komödie von Molière

PREMIEREN-KRITIK


Der einfältige, zu schnellem Wohlstand gekommene Geschäftsmann Jourdain möchte gern sein soziales Prestige verbessern – er will unbedingt dem Adel angehören. Um sich entsprechend zu bilden, stellt er Musiklehrer, Tanzlehrer, Fechtmeister und Philosophen ein. Seine hübsche Tochter Lucile will er zur Marquise machen, indem er versucht, sie mit einem Edelmann zu verkuppeln. Lucile aber liebt Cléonte, einen gutbürgerlichen Kaufmann. Er selbst verliebt sich in eine elegante Marquise und wirbt um sie, indem er sie reichlich beschenkt. 

Dorante, ein verarmter Adliger, intrigiert bei dem Liebeshandel mit der verehrten Marquise Dorimène und deckt dabei heimlich seine eigenen Schulden ab. Nur Jourdains Ehefrau ahnt, dass das adelige Paar ein falsches Spiel mit ihm und seinem Geld treibt - doch auf sie will niemand hören.

So wird Jourdain, der Kleinbürger voller Großmannssucht, schließlich das Opfer eines raffinierten Familienkomplotts...

Die Komödie spielt in Paris und ist eine gesellschaftliche Satire aus der Zeit Molières. Die Figur des Bürgers ist jedoch zeitlos aktuell: Wer sein Glück einzig im Wettbewerb um soziales Prestige sucht, macht sich schneller unfrei als er denkt... 

DIE PFIFFIGE KUH

Eine Kuh wußte vom Hörensagen, daß Flamingos nur zwei Beine haben und daß sie ab und zu eins unter dem Flügel verstecken und dann stundenlang auf einem Bein stehen. Schade, daß ich keine Flügel habe, dachte die Kuh, aber wenn es mir gelänge, auf einem Bein zu stehen, dann würden mich sicher alle für einen Flamingo halten und mich nicht mehr vor den Karren und den Pflug spannen. Die Kuh versuchte ein Vorderbein hochzuhalten und es gelang ihr vortrefflich. Dann versuchte sie ein Vorderbein und ein Hinterbein hochzuhalten, und auch dabei konnte sie sich aufrecht halten. Ihr Besitzer sah ihr verständnislos zu. Viele Monate lang übte die Kuh, auf einem einzigen Bein zu stehen - sie versuchte es zuerst mit einem Vorderbein, dann mit dem einen Hinterbein - aber es gelang ihr nicht. So kam es, daß diese bedauernswerte Kuh trotz aller Anstrengung nicht mit einem Flamingo verwechselt wurde und weiterhin Karren und Pflug ziehen mußte.

Luigi Malerba

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